Palliativteam Symposium 2018

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Rückblick: Berliner Symposium 2018

Vom 22. bis 24. März 2018 veranstaltete das Palliativteam Neonatologie der Charité Berlin zum dritten Mal ein multiprofessionelles Symposium für ÄrztInnen, Pflegende, PsychologInnen, Hebammen, SeelsorgerInnen und alle anderen die innerhalb und außerhalb der Klinik in die Betreuung und Begleitung von Neugeborenen mit lebensbedrohlichen und -limitierenden Erkrankungen und deren Familien involviert sind.

Die Palliativversorgung von Neugeborenen und die Trauerbegleitung deren früh verwaister Familien unterscheidet sich in wesentlichen Aspekten von allgemeinpädiatrischer Palliativversorgung. Sie bedarf daher einer gesonderten Betrachtung – auch und gerade im Rahmen palliativmedizinischer bzw. perinatologischer Fortbildungsveranstaltungen. Diesen Umstand aufgreifend veranstaltet das Palliativteam Neonatologie der Charité Berlin seit 2014 alle 2 Jahre ein multiprofessionelles Symposium zu Palliativversorgung und Trauerbegleitung in der Neonatologie.

Im März 2018 lud das Berliner Team nun zum „3. Berliner Symposium zur Palliativversorgung und Trauerbegleitung in der Neonatologie“ ein. Der Einladung folgten über 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und den Niederlanden.

Für 2018 war das Symposium zeitlich und inhaltlich noch einmal deutlich ausgeweitet worden. Dies wurde unter anderem erst durch die finanzielle Unterstützung der Berliner Sparkassenstiftung Medizin und dem Förderverein für frühgeborene Kinder an der Charité e.V. ermöglicht. Im Rahmen des Symposiums wurden professionell Begleitenden innerhalb und außerhalb der Klinik – also Pflegenden, MitarbeiterInnen der psychosozialen Elternberatung, Hebammen, ÄrztInnen, PsychologInnen, SeelsorgerInnen, SozialarbeiterInnen, BestatterInnen, etc. - theoretische Grundlagen und spezielle Belange einer Palliativversorgung und Trauerbegleitung in der Neonatologie vermittelt, sowie konkrete Anregungen und Handlungsmöglichkeiten für die Praxis gegeben. Es wurden insgesamt 17 Fachvorträge und 7 Workshops über drei Tagen angeboten.

Am Education-Day wurde in den Vortragssessions zu den folgenden Themen referiert: „Ethik am Anfang des Lebens“, „Vorgeburtliche Beratung aus der Sicht des Pränataldiagnostikers“, „Elterliche Schuldgefühle“, „Pränatale Palliativberatung“, „Hebammenarbeit in der Palliativversorgung“, „Palliativversorgung im Gebärraum“, „Palliativversorgung auf der neonatologischen Intensivstation“, „Symptomkontrolle in der Sterbephase“, „Musiktherapie in der Sterbephase“ und „Kultursensibler Umgang mit Sterbe- und Krisensiuationen“. Am letzten Tag standen dann vor allem die betroffenen Eltern und Angehörigen im Mittelpunkt, unter anderem bei Vorträgen zu Themen wie „Teilverwaiste Mehrlingseltern“, „Begleitung von Geschwistern“ oder „Nach Hause kommen – was bedeutet ambulante Palliativversorgung von Neugeborenen und Säuglingen“.

Zusätzlich zu den Vorträgen konnten sich die TeilnehmerInnen zu 2,5-stündigen, multiprofessionellen Workshops anmelden. Es wurden insgesamt 7 verschiedene Workshops zu den Themenbereichen „Sterben auf der neonatologischen Intensivstation“, „Familienzentrierte Trauerbegleitung in der Klinik“, „Ambulante Nachsorge früh verwaister Eltern“, „Selbstsorge“, „Pränatalberatung bei lebenslimitierender Erkrankung“, „Von Hospiz bis ambulanter Palliativversorgung“ und „Fotografieren von Neugeborenen vor und nach dem Tod“ angeboten.

Das Symposium erhielt in der Evaluation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgängig sehr gute und gute Bewertungen. Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch nach inhaltlicher Vertiefung und mehr Zeit in den Workshops, sowie für den persönlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Diese und alle weiteren Rückmeldungen werden nun für die Planung des „4. Berliner Symposium zur Palliativversorgung und Trauerbegleitung in der Neonatologie“ berücksichtigt.

Abschließend sei an dieser Stelle noch einmal allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Interesse, Engagement, Motivation, Offenheit, Fachlichkeit und ihre wertvollen Rückmeldungen ganz herzlich gedankt.

 

Kerstin von der Hude & Lars Garten